„Wir können mit Respekt und Hochachtung miteinander diskutieren“
FDP-Landtagsabgeordnete gratulieren Benedikt Dyrlich zum 60. Geburtstag

Schmochtitz. 40 Gäste sind am Mittwochnachmittag ins Bischof-Benno-Haus nach Schmochtitz (bei Bautzen) gekommen, um dem sorbischen Schriftsteller, Politiker und Chefredakteur der sorbischen Tageszeitung Serbske Nowiny zu seinem 60. Ehrentag die besten Glückwünsche und Geschenke zu übermitteln. Benedikt Dyrlich begrüßte sie natürlich auf Sorbisch. Schließlich ist er auch Vorsitzender des Sorbischen Künstlerbundes und Mitglied im Sächsischen Kultursenat.
Unter den Gästen waren Landes- und Kommunalpolitiker. Besonders erfreut zeigte sich der sorbische Schriftsteller über die Glückwünsche der FDP-Landtagsabgeordneten Kristin Schütz aus Görlitz und Mike Hauschild aus Bautzen. Obwohl Dyrlich sich für die Sozialdemokratie engagiert hat, stehe er dem Liberalismus durchaus nahe. „Auch ich trete für die individuelle Freiheit und ein eigenverantwortliches Handeln ein. Als Journalist habe ich sehr intensive Gespräche, unter anderem mit Holger Zastrow, Kristin Schütz und Mike Hauschild geführt. Sie haben immer ein großes Interesse für die sorbische Kultur gezeigt und sich politisch für die Belange der Sorben eingesetzt“, hob Dyrlich hervor.
Benedikt Dyrlich erinnert sich an seine für ihn prägendste und bewegendste Zeit: „1989 bin ich auf die Straße gegangen, um auf diesem Weg für Freiheit und Demokratie zu kämpfen. Dabei war und ist es mir wichtig, dass sich die sorbische Kultur unabhängig und frei ausprägen kann.“
Kristin Schütz und Mike Hauschild sind sich einig: „Auf politischer Ebene konnten wir stets mit Respekt und Hochachtung miteinander diskutieren. Benedikt Dyrlich ist offen und positiv kritisch mit unserer politischen Einstellung umgegangen. Sein unermüdliches politisches Engagement ist aller Ehren wert.“ Kristin Schütz betonte, dass Benedikt Dyrlich die gesamte sächsische Politik für die Sorben sensibilisiert hat. „Bemerkenswert ist, dass er sich für die frühkindliche Bildung im sorbischen Gebiet stark gemacht hat“, sagte Schütz.