Kristin Schütz liest beim 3. Schlesischen Nach(t)lesen

Görlitz. Die FDP-Landtagsabgeordnete und Görlitzer Stadträtin Kristin Schütz gehört am 27. März zu den bekannten Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft, die beim 3. Schlesischen Nach(t)lesen Texte von Autoren aus und über Schlesien, Görlitz und Zgorzelec vortragen. Sie wird um 19 Uhr im Modehaus Schwind’s Erben auf der Steinstraße 9 aus den Werken der Kabarettisten Dieter Hildebrandt und Werner Finck vorlesen. Am Abend können die Besucher mit den Vortragenden bei einem Glas Wein im Schlesischen Museum ins Gespräch kommen.
Der Kabarettist Dieter Hildebrandt wurde 1927 im niederschlesischen Bunzlau/Boleslawiec geboren. Er gründete die Münchner „Lach- und Schießgesellschaft“ und später das ARD-Kabarett „Scheibenwischer“. Der Görlitzer Werner Finck (1902-1978), eines von Hildebrandts Vorbildern, war 1927 übrigens erfolgloser Schauspieler am Bunzlauer Stadttheater. In den Dreißigern war er berühmt für seine lebensgefährliche politische Frechheit. Vor einer zweiten KZ-Haft rettete er sich in den Militärdienst. Nach dem Krieg kritisierte der „alte Narr“ mit hintersinnigen Pointen die junge Bundesrepublik. Die beiden Kabarettisten erinnern sich an Görlitz, an Bunzlau und an die Nachkriegszeit. Das Erlebte wird zum Stoff für kluges Witzeln, das nicht nur zum Lachen, sondern auch zum Nachdenken reizt.