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„Gesundheits- von Lohnkosten abkoppeln!“

Dresden. Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag Kristin Schütz ist am Freitagnachmittag einer Einladung vom Sächsischen Bündnis Gesundheit 2000 in die Sächsische Landesärztekammer nach Dresden gefolgt. Das Bündnis Gesundheit 2000 will im Freistaat Sachsen konstruktive Dialoge mit der Politik führen, um notwendige Reformen im Gesundheitssystem voran zu bringen. Mehr als 30 Berufsverbände, Vereine, Körperschaften und Patientenvertreter arbeiten in diesem Bündnis zusammen. Ziel der Vereinigung ist es, über Regierungspläne zur Gesundheitsreform zu informieren, sensibilisieren und diskutieren.


Kristin Schütz informierte zusammen mit Karin Strempel, Sprecherin für Gesundheitspolitik der CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag, die anwesenden Vertreter sowie Prof. Dr. Jan Schulze, Sprecher des Sächsischen Bündnis Gesundheit 2000, über die gesundheitspolitischen Positionen der Sächsischen Staatsregierung. Dabei standen Themen wie Ärztemangel, Demografie, Gesundheitsversorgung, aber auch die Bereiche Pflege sowie Heil- und Hilfsmittelerbringer im Fokus der Diskussion.

 

Langfristig soll das bestehende Ausgleichssystem in eine Ordnung mit mehr Beitragsautonomie überführt werden. „Die einkommensabhängige Finanzierung zeigt gerade in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise ihre gravierende Schwäche. Allein 2010 fehlen den Kassen vier Milliarden Euro“, sagte Kristin Schütz. So müsse die Finanzierung nachhaltig und unabhängig von der konjunkturellen Lage ausgestaltet werden. „Ziel ist, die Gesundheits- von den Lohnkosten abzukoppeln“, betonte Schütz.

Um dem Fachärztemangel entgegen zu wirken, plädierte Kristin Schütz für mehr Hochschulautonomie. „Die Auswahl der Medizinstudenten soll von den Universitäten erfolgen. Die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplatze (ZVS) kann dabei weiter ausführend tätig sein, aber keine NC-Auswahl mehr vornehmen“, sagte Schütz.

Abschließend betonten Karin Strempel und Kristin Schütz, dass sie auf Bundesebene die Angleichung der Ost-West-Zahnarzthonorare unterstützen werden.

29.03.2010